Thomas Kuhn Und Die Struktur Wissenschaftlicher Revolutionen Kritische Diskussion Einer Theorie Der Wissenschaftsentwicklung

Autor: Timo Luks
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3638157849
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Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: sehr gut, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Seminar: Einführung in die Wissenschaftstheorien der Sozialwissenschaften, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Hausarbeit steht Thomas S. Kuhns Essay "Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen" im Mittelpunkt, dessen Argumentationsgang dargelegt und anschließend kritisch diskutiert wird. Es soll aufgezeigt werden, daß Kuhns Konzeption hinsichtlich des Wesens der Wissenschaftsentwicklung und der Analyse konkreter Wissenschaftsmodelle innerhalb ihrer jeweiligen Geschichtlichkeit ein plausibles Erklärungsmodell bietet. Zuerst soll aber kurz auf jene Konzeption der Wissenschaft eingegangen werden, von der sich Kuhn bewußt absetzt. Er kritisiert "das weit verbreitete Bild der Wissenschaftsentwicklung als linearer Wissensakkumulation" durch die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung vergangener Theorien. Kuhn kritisiert ein Konzept, daß in der Wissenschaft den Prozeß eines sich kontinuierlich entwickelnden, teleologischen Fortschritts verwirklicht sieht, demzufolge "man sich die Wissenschaft als eine Beschreibung, eine Erfassung der Wirklichkeit vor[stellt], die sich asymptotisch der vollen Wahrheit nähert". Dabei existierte ein objektiver Wahrheitsbegriff zumindest als Abstraktum, dessen Erreichbarkeit zwar in Frage gestellt wurde, der aber als regulative Idee stets präsent war und angestrebt werden sollte. Daraus ergab sich, daß Popper beispielsweise Wissenschaft mit dem Bau eines Hauses verglich, dem der Forscher gemäß trialerror-Prinzip Stein um Stein hinzufügen sollte. In der Auseinandersetzung mit dem kurz skizzierten Modell entwickelte Kuhn seine Vorstellungen von Wissenschaft und Wissenschaftsentwicklung, Wahrheit und Fortschritt, die sich anhand der Begriffe Paradigma, normale Wissenschaft, wissenschaftliche Revolution etc. umreißen lassen und im Folgenden dargestellt und diskutiert werden.

Die Struktur Wissenschaftlicher Revolutionen Nach Thomas S Kuhn Eine Kritische Diskussion Von Kuhns Wissenschaftsbild

Autor: Sören Wobbrock
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ISBN: 9783656580751
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Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 1,3, Universitat Siegen (Philosophische Fakultat), Veranstaltung: Wissenschaftstheorie, Sprache: Deutsch, Abstract: Kern dieser Seminararbeit bildet das Essay "Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen" von Thomas S. Kuhn, dessen theoretischer Ansatz hier vorgestellt und nachfolgend kritisch diskutiert werden soll. Ziel ist es, Kuhns Idee vom wissenschaftlichen Fortschritt als evidentes Erklarungsmodell darzulegen. Allerdings soll zunachst einmal komprimiert auf jene Vorstellung von Wissenschaftsentwicklung eingegangen werden, der sich Kuhn mit seinem Ansatz explizit widersetzt. Zum einen beanstandet er die Vorstellung der kumulativen Wissenschaftsentwicklung infolge einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Anpassung von bestehenden Theorien (vgl. Kuhn 1974a: 1). Kuhn bestreitet keinesfalls den Fortschritt von Wissenschaft, jedoch vollzieht sie sich fur ihn nicht konstant im Rahmen einer Theorie (vgl. Kuhn 1974a: 1). Vielmehr ist der Fortschritt durch Bruche, Verwerfungen und Neuanfange gepragt (vgl. Kuhn 1974a: 2-3). Zum anderen kritisiert Kuhn die Vorstellung, dass die Wissenschaft die Wirklichkeit zu beschreiben und zu erfassen versuche, um sich der faktischen Wahrheit anzunahern (vgl. Kuhn 1974a: 1). Kuhn hingegen ist der Meinung, dass Wahrheit nicht objektiv sein kann und sich stets relativ an den wechselnden historischen Weltanschauungen bemisst (vgl. Kuhn 1976: 21-22). In der Konsequenz aus der Auseinandersetzung mit dem knapp umrissenen Modell erarbeite Kuhn seine Ideen von Wissenschaft und wissenschaftlichem Fortschritt sowie Wissenschaft und Wahrheit. Im Folgenden werden die verwendeten Begriffe von Kuhn naher vorgestellt und anschliessend diskutiert

Was Sind Wissenschaftliche Revolutionen

Autor: Florina Jurca
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3640339053
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,7, Universitat Rostock (Institut fur Philosophie), Veranstaltung: Theoretische Philosophie I, Sprache: Deutsch, Abstract: Thomas Samuel Kuhn, amerikanischer Wissenschaftshistoriker und -Theoretiker, entwarf in seinem Buch Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen eine neue Konzeption der Wissenschaftsgeschichte und damit auch eine andere Sicht auf die Wissenschaftstheorie. Denn nach Kuhn entsprachen traditionelle Zugangsweisen zur Wissenschaft, wie der Induktivismus der Faslifikationismus, nicht den historischen Gegebenheiten. Seine Theorie beinhaltet die Idee des revolutionaren wissenschaftlichen Fortschritts, wobei der wissenschaftlichen Gemeinschaft eine besondere Rolle zugeschrieben wird. Die vorliegende Arbeit untersucht diesbezuglich Kuhns Verstandnis von dem Begriff der wissenschaftlichen Revolution. Textgrundlage fur die Analyse ist sein Werk Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Dabei habe ich mich besonders auf die Kapitel II - V und IX - XII konzentriert. Die Auseinandersetzung mit Kuhns Verstandnis von wissenschaftlichen Revolutionen in Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen bildet den ersten und umfangreichsten Teil dieser Hausarbeit. Bei dieser Analyse werde ich, die von Thomas S. Kuhn verwendeten Termini, wie z.B. vorparadigmatische Zeit, Paradigma oder Normalwissenschaft, erlautern. Im zweiten Teil der Arbeit habe ich Kuhns Vortrag von 1981 Was sind wissenschaftliche Revolutionen? herangezogen, indem er ein neues Verstandnis des Begriffs der wissenschaftlichen Revolutionen aufzuweisen scheint. Veroffentlicht wurde dieser Vortrag, da sein Werk Die Struktur wissenschaftlichen Revolutionen viele Diskussionen ausloste und zu zahlreichen Missverstandnissen fuhrte. Im Gegensatz zum ersten Teil wird hier Thomas S. Kuhns Verstandnis von wissenschaftlichen Revolutionen nur unter den Gesichtspunkten Paradigma, die revolutionare"

Thomas S Kuhns Theorie Von Der Struktur Wissenschaftlicher Revolutionen

Autor: Florian Seidl
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3638455564
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 2,0, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Sozialwissenschaftliches Institut der WISO-Fakultät / Lehrstuhl für Soziologie und Sozialanthropologie), Veranstaltung: Einführung in die Logik der Forschung / Einführung in die Wissenschaftstheorie und Wissensoziologie, 3 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Als Thomas S. Kuhn im Jahr 1962 seine Monographie "The Structure of Scientific Revolutions" veröffentlichte, präsentierte er damit eine radikal neue Theorie des wissenschaftlichen Fortschritts. Sein Modell sollte das bisher in Wissenschaftstheorie und -geschichte herrschende, klassische Verständnis der Wissenschaft ablösen: dieser bisherigen Auffassung entsprechend ist wissenschaftlicher Fortschritt ein linear "kumulativer Prozess, von dem man glaubte, er habe die einzelnen Beiträge zur Wissenschaft zusammengefügt" (Kuhn,1993: 17). In diesem Bild, das aus der pädagogisch-didaktischen Struktur resultiert, mit welcher Wissenschaft und ihre Geschichte gelehrt und gelernt wird, ist wissenschaftliches Arbeiten also die schrittweise und stetige Anhäufung oder Enthüllung von Wissen. Frühere Forschungsansätze und Theorien, die als widerlegt und veraltet angesehen werden, und nicht direkt zum momentanen Wissensstand beigetragen haben, werden daher als Irrwege betrachtet und weitgehend ignoriert (Kuhn, 1993: 16f). In ihrem eigenen Zeitalter und vor dem Hintergrund technischer Möglichkeiten und historischer Einflüsse gesehen, sind jedoch auch die veralteten Theorien durchaus logisch und nachvollziehbar, obwohl sie sich später als falsch erwiesen haben (Kuhn, 1993: 17). Im Gegensatz zu dem Bild der Wissenschaft als kumulativem Prozess entwickelt Kuhn sein Modell von einer Entwicklung, die von revolutionären Sprüngen gekennzeichnet ist und in dem die wissenschaftliche Gemeinschaft von einem Paradigma geleitet wird. Dieses Kuhn'sche Modell der Struktur wissenschaftlichen Forschritts soll im Folgenden in seinen Grundzügen dargestellt werden: das Konzept des Paradigmas, die sogenannte Phase der "normalen Wissenschaft" und wie diese durch eine Krise beendet werden kann. Ausführlicher behandelt wird dann der Ablauf der eigentlichen wissenschaftlichen Revolution, bevor abschließend noch die Frage untersucht werden soll, wie Kuhns Theorie - die sich im wesentlichen mit den naturwissenschaftlichen Disziplinen beschäftigt - auf die Entwicklung der Soziologie angewandt werden kann.

Thomas Samuel Kuhn Was Sind Wissenschaftliche Revolutionen Eine Analyse Von Kuhns Verst Ndnis Von Revolutionen

Autor: Nicole Kutzner
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3640336208
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,3, Universitat Rostock (Philosophische Fakultat), Veranstaltung: Theoretische Philosophie I, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Grundlage dieser Hausarbeit bildet das Werk von Thomas Samuel Kuhn Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Dieses Buch erscheint ursprunglich 1962 als Essay in der Reihe International Encyclopedia of Unified Science." Dieser Essay war dazu gedacht, die vorherrschenden wissenschaftlichen Traditionen darzustellen, die des logischen Empirismus. Um so erstaunlicher war es, dass gerade dieses Werk es schaffte, den logischen Empirismus zu zerbrechen. Ziel ist es Kuhns Verstandnis von Revolutionen darzulegen. Als Textbasis wurden hierzu die Kapitel IX-XII aus Der Struktur wissenschaftlicher Revolutionen verwendet. Die Kapitel IVIII wurden insofern auch nicht ausser acht gelassen, als das sie ihren Platz, in stark gekurzter Form, unter Punkt II Der Weg zur Revolution fanden. Die Einfuhrung dieses Abschnitts war insofern notwendig, als das geklart werden musste, wieso es uberhaupt zu wissenschaftlichen Revolutionen kommen kann. Innerhalb dieses Punktes wird auch kurz erklart, durch wen Kuhns Werk beeinflusst wurde, und auf welche Personen das Wort Paradigma" eventuell zuruckgefuhrt werden konnte. Folglich bildet Abschnitt III den Hauptteil dieser Hausarbeit. Allerdings schliesst sich diesem noch Abschnitt IV an. Als Textgrundalge dient hier nicht mehr Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, sondern Kuhns Werk Was sind Revolutionen? Dieses erschien aufgrund der vielen Kritiken und Missverstandnisse, welche Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen hervorrief und ist deshalb als Weiterntwicklung der wissenschaftlichen Revolutionen aus Der Struktur wissenschaftlicher Evolutionen anzusehen. In diesem Abschnitt werden demzufolge die neuen Thesen Kuhns uber die wissenschaftliche Revolution herausge

The Structure Of Scientific Revolutions

Autor: Thomas S. Kuhn
Publisher: University of Chicago Press
ISBN: 0226458148
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A good book may have the power to change the way we see the world, but a great book actually becomes part of our daily consciousness, pervading our thinking to the point that we take it for granted, and we forget how provocative and challenging its ideas once were—and still are. The Structure of Scientific Revolutions is that kind of book. When it was first published in 1962, it was a landmark event in the history and philosophy of science. Fifty years later, it still has many lessons to teach. With The Structure of Scientific Revolutions, Kuhn challenged long-standing linear notions of scientific progress, arguing that transformative ideas don’t arise from the day-to-day, gradual process of experimentation and data accumulation but that the revolutions in science, those breakthrough moments that disrupt accepted thinking and offer unanticipated ideas, occur outside of “normal science,” as he called it. Though Kuhn was writing when physics ruled the sciences, his ideas on how scientific revolutions bring order to the anomalies that amass over time in research experiments are still instructive in our biotech age. This new edition of Kuhn’s essential work in the history of science includes an insightful introduction by Ian Hacking, which clarifies terms popularized by Kuhn, including paradigm and incommensurability, and applies Kuhn’s ideas to the science of today. Usefully keyed to the separate sections of the book, Hacking’s introduction provides important background information as well as a contemporary context. Newly designed, with an expanded index, this edition will be eagerly welcomed by the next generation of readers seeking to understand the history of our perspectives on science.